PlanSmart - Planning and Governing Nature-based Solutions

Leibniz Universität Hannover
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung
Ruhr Universität Bochum

Praxisbeteiligung und Austausch auf dem Geodesign-Workshop im LahnLab

Orte: Hannover, Müncheberg, Bochum

Seit: 2016

Bis: 2021

Aktiv in: Lehre; Forschung; Netzwerke aufbauen; Prozessgestaltung; akademisches Publizieren

Website

Das übergeordnete Ziel Eurer Arbeit:

Ansätze für eine intelligente Planung und Governance von naturbasierten Lösungen für wasserbezogene Herausforderungen in Flusslandschaften zu erforschen

 

Beschreibt in bis zu 100 Worten, wer Ihr seid und was Ihr macht:

Von natürlichen Prozessen inspirierte, sogenannte naturbasierte Lösungen (NBS) – wie z.B. die Renaturierung von Auen und Feuchtgebieten oder die Schaffung von Gewässerrandstreifen – können der Gesellschaft helfen, ökologische, soziale und ökonomische Herausforderungen auf nachhaltige Weise zu bewältigen. Die Nachwuchsforschungsgruppe PlanSmart untersucht, wie die Planung und Governance solcher naturbasierter Lösungen dazu beitragen kann, eine nachhaltige Entwicklung zu fördern und zwar im Speziellen innerhalb von Flusslandschaften in Deutschland. Intelligente Planung und Governance berücksichtigen vielfältige Ziele, nutzen angemessene Synergien, verwenden Geodesign-Technologien und setzen SolutionLabs als Plattform transdisziplinärer Zusammenarbeit ein. So wird zum einen die Bedeutung der Planungsergebnisse für verschiedene Akteur*innen erhöht, zum anderen wird die Wahrscheinlichkeit gesteigert, dass gewünschte Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden.

 

3 thematische Schwerpunkte Eurer Arbeit:

Welche ökologischen, sozialen und ökonomischen Effekte bringen naturbasierte Lösungen mit sich?

Wie können Planungsprozesse für naturbasierte Lösungen bestmöglich konzipiert werden?

Welche innovativen Governance- und Geschäftsmodelle können eine erfolgreiche Implementierung naturbasierter Lösungen herbeiführen?

 

Beschreibt Eure Aktivitäten in zehn Stichworten:

sozial-ökologische Forschung; Nachhaltigkeit; interdisziplinäre Forschung; transdisziplinäre Planung; Planungsprozesse; ökologische Effekte; partizipative Methoden; Wissens-Kogenerierung; Governance-Modelle; Finanzierungsinstrumente

Wo würdet Ihr Eure Praxis verorten zwischen den Polen…

Das Konzept und die Art der Forschung lassen sich noch als Nische betrachten, die jedoch dazu beitragen kann, einen gesamtgesellschaftlichen Gegenentwurf für nachhaltige Planung zu entwickeln.

Wir selber verorten unsere Praxis in der Wissenschaft, da wir nicht interessengeleitet arbeiten. Unsere Forschung kann durch ihren starken Praxisbezug jedoch Einfluss auf zukünftige Entscheidungsprozesse haben.

Die Praxis bezieht nur hauptamtliche Vertreter*innen von Behörden mit ein.

Unsere Methoden beruhen oft auf hypothetischen Annahmen für Szenarien, die eine zukünftige Planung beeinflussen können und somit auch potentiell Auswirkungen auf die Realpolitik haben.

Wir versuchen mit etablierten Methoden in einem innovativen Prozess zusammen mit Praktiker*innen Wissen für Entscheidungen in Planungsprozessen zu generieren.

Unsere Forschung soll Impulse für strategische Entscheidungsprozesse auf Politik- und Planungsebene geben.

Mit welcher Eurer Aktivitäten aus der letzten Zeit seid Ihr besonders zufrieden und warum?

Die Kooperation mit Praktiker*innen aus dem Lahn-Flussgebiet: Die Zusammenarbeit zwischen PlanSmart und den Praxispartner*innen erfolgte nicht-öffentlich im Rahmen eines LahnLabs (angelehnt an die Idee der Reallabore) als Plattform für die Zusammenarbeit. Das LahnLab bestand aus einer Reihe von fünf Workshops, die im Winter 2017 begonnen haben und bis Winter 2019 abgeschlossen waren. Es hat ermöglicht, kreativ strategische Entwicklungsszenarien zu erörtern und auch ungewöhnliche Ideen zu durchdenken. Durch die Zusammenarbeit innerhalb der Workshops konnte das gegenseitige Verständnis der Teilnehmenden verbessert und die gemeinsame Wissensbasis verbreitert werden.

 

Welche Aktivitäten habt Ihr als nächstes geplant?

Wir befinden uns im letzten Jahr des Projekts und arbeiten gegenwärtig an den Syntheseprodukten unserer Arbeit in Form eines Handbuchs für Praktiker*innen und eines Policy Briefs. Außerdem ist eine Abschlussveranstaltung geplant.

 

Zu welchem Thema würdet Ihr gerne arbeiten oder aktiv werden, wenn Ihr keinen praktischen Einschränkungen (z.B. Finanzierung, Zeit) unterläget?

Mit mehr Zeit und Finanzierung würden wir den Governance-Aspekt im Projekt noch weitergehender und intensiver bearbeiten und mehr Zeit und Kapazitäten in unser Transferprojekt investieren.

Welche zentrale Lernerfahrung habt Ihr in Eurer Arbeit zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft gemacht?

Die Zusammenarbeit mit Praktiker*innen im Forschungsprozess hält andere und besondere Herausforderungen bereit als rein disziplinäre oder interdisziplinäre Zusammenarbeit, da unterschiedliche Erfahrungen und Erwartungen eine zentrale Rolle spielen, die den Prozess jedoch zusätzlich positiv beeinflussen und zentraler Bestandteil sind.

 

Was ist Euer Geheimtipp für die Arbeit zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft?

Regelmäßige, offene und transparente Kommunikation mit den Praxispartnern und Information über Abläufe im Wissenschaftssystem

 

Was ist die größte Herausforderung bei Aktivitäten zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft?

Eine gemeinsame Kommunikationsbasis zu finden, die für alle Beteiligten umsetzbar ist, und sowohl wissenschaftliche als auch praktische Inhalte für das Gegenüber verständlich zu machen

Stand: Mai 2020

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