Sustainable Development Solutions Network Germany (SDSN Germany)

Erweiterter Lenkungsausschuss SDSN Germany, 11. Februar 2020, Berlin

Ort: Bonn

Seit: 2014

Bis: 2022

Aktiv in: Forschung; Wissenschaftskommunikation; Netzwerke aufbauen; Prozessgestaltung

Website

Das übergeordnete Ziel Eurer Arbeit:

Nachhaltige Entwicklung Deutschlands und deutsches Engagement für nachhaltige Entwicklung in der Europäischen Union (EU) und weltweit fördern.

 

Beschreibt in bis zu 100 Worten, wer Ihr seid und was Ihr macht:

Bei SDSN Germany wirken führende deutsche Wissensorganisationen sowie Partner*innen aus Wirtschaft und Gesellschaft zusammen, um eine nachhaltige Entwicklung Deutschlands und deutsches Engagement für nachhaltige Entwicklung in der Europäischen Union (EU) und weltweit zu fördern. SDSN Germany und seine Mitglieder sind Teil des globalen SDSN, das seit 2012 unter der Schirmherrschaft des Generalsekretärs der Vereinten Nationen wissenschaftliche und technologische Expertise für nachhaltige Entwicklung mobilisiert, insbesondere für das Erreichen der Ziele der 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) und des Pariser Klimaabkommens. Dazu tragen die Mitglieder von SDSN Germany durch ihre jeweiligen eigenen Aktivitäten sowie durch transdisziplinäre Kooperation untereinander bei. SDSN Germany realisiert am Science-Policy-Interface über klassische Milieus hinaus neue Dialog- und Kooperationsformate.

 

3 thematische Schwerpunkte Eurer Arbeit:

Deutsche Nachhaltigkeitsarchitektur

Europäische Nachhaltigkeitsprozesse

Internationale Nachhaltigkeitsprozesse

 

Beschreibt Eure Aktivitäten in zehn Stichworten:

Transdisziplinäre Kooperationen; neue Dialog- und Kooperationsformate; Science-Policy-Interface; Verbindung wissenschaftlicher Debatten mit Governancepraxis; deutsche Nachhaltigkeitsstrategie; Europäische Union; Vereinte Nationen; Zusammendenken deutscher, europäischer und internationaler Prozesse; 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung; Pariser Klimaabkommen

Wo würdet Ihr Eure Praxis verorten zwischen den Polen…

Wir beschäftigen uns mit übergeordneten Fragestellungen der Nachhaltigkeit in Deutschland, der EU und global. Deshalb würden wir uns eher dem Gegenentwurf als der Nische zuordnen.

Das Netzwerk bündelt wissenschaftliche Expertise, um eine nachhaltige Entwicklung Deutschlands und deutsches Engagement für nachhaltige Entwicklung in der EU und weltweit zu fördern. Wir ordnen uns daher deutlicher der Wissenschaft zu.

Im Netzwerk kommen verschiedene Akteur*innen zusammen, die in dieser Funktion ihren Hauptämtern nachgehen.

Wir orientieren unsere Arbeit an realpolitischen Fragestellungen um das Thema Nachhaltigkeit. Wir würden unseren Fokus daher eher realpolitisch definieren, fordern aber auch in vielerlei Hinsicht ein Umdenken.

Das Netzwerk hat sich zu einer etablierten Stimme im deutschen Nachhaltigkeitsdiskurs entwickelt.

Durch unser Wirken am Science-Policy-Interface richten wir uns häufig an politische Entscheidungsträger*innen. Dennoch entwickelt wir unsere Ideen nicht nach einer klassischen Top-down-Logik, weshalb wir uns in diesem Spannungsfeld eher mittig einordnen würden.

Mit welcher Eurer Aktivitäten aus der letzten Zeit seid Ihr besonders zufrieden und warum?

Im März 2020 hat sich SDSN Germany mit einer Stellungnahme in den Überprüfungs- und Weiterentwicklungsprozess der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie eingebracht. Die seit 2012 regelmäßig fortgeschriebene Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie wurde 2016 grundlegend überarbeitet und an den SDGs ausgerichtet. Vier Jahre nach dieser Überarbeitung steht in 2020 die nächste umfassende Überprüfung und Weiterentwicklung an. Das Netzwerk hat fünf Vorschläge zur strukturellen Weiterentwicklung der Strategie unterbreitet, die sich auf bisherige Erfahrungen mit der Strategie stützen und Veränderungen im internationalen sowie europäischen Umfeld adressieren: 1) Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und European Green Deal gegenseitig stärken 2) Umsetzung durch Fokussierung auf Schlüsseltransformationen und übergreifende Hebel 3) Den transformativen Hebel Finanzen konsequent nutzen 4) Strategie in Parlament und Gesellschaft verankern, Steuerung der Regierung stärken 5) Zeitliche Rhythmen von Nachhaltigkeitsstrategie und politischen Schlüsselprozessen verknüpfen. Die Stellungnahme stieß auf besonderes Interesse bei verschiedenen Akteur*innen und erreichte einen großen Outreach.

 

Welche Aktivitäten habt Ihr als nächstes geplant?

SDSN Germany wird seine Arbeit am Science-Policy-Interface für Prozesse nachhaltiger Entwicklung fortführen und weiter intensivieren. Im Jahr 2020 wird das Netzwerk insbesondere Aktivitäten im Kontext der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft in den Blick nehmen sowie im Rahmen des 75-jährigen Jubiläums der Vereinten Nationen.

Welche zentrale Lernerfahrung habt Ihr in Eurer Arbeit zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft gemacht?

Um nachhaltige Entwicklung zu erreichen, müssen Synergien und Zielkonflikte zwischen den SDGs reflektiert werden. Transdisziplinarität kann dafür die wichtigen ‚Werkzeuge‘ an die Hand geben, um das Wissen und die Expertise verschiedener Disziplinen und Stakeholder*innen für Nachhaltigkeit zusammenzubringen und im Sinne einer transformativen Wissenschaft gesellschaftliche Veränderungsprozesse anzustoßen.

 

Was ist die größte Herausforderung bei Aktivitäten zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft?

Es sind sehr ‚weite‘ Felder, die zu sehr übergreifenden Diskussionen führen können. Diese sind natürlich sehr wichtig, können teilweise aber die praktischen Implikationen (gesellschaftliche Wenden) aus dem Blick verlieren.

Stand: Mai 2020

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