Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung (TA-SWISS)

Impression aus einem Mitwirkungsanlass zum Thema „humanoide Roboter“

Ort: Bern

Seit: 1992

Bis:

Aktiv in: Technology Assessment; Forschung; Wissenschaftskommunikation; Netzwerke aufbauen; Prozessgestaltung

Website

Das übergeordnete Ziel Eurer Arbeit:

Einschätzen der Zukunftsfähigkeit bzw. der Chancen und Risiken neuer und kontrovers beurteilter Technologien; Formulieren von Handlungsoptionen und allenfalls Empfehlungen für den Umgang mit ihnen zuhanden von Parlament, Regierung und Stimmbevölkerung.

 

Beschreibt in bis zu 100 Worten, wer Ihr seid und was Ihr macht:

TA-SWISS ist eine Stiftung, die zum einen interdisziplinäre Studien zu Chancen und Risiken neuer und gesellschaftlich umstrittener Technologien in Auftrag gibt und dabei unter Beizug von Stakeholder*innen, Fachleuten, Betroffenen und Lai*innen die Qualität der Ergebnisse sichert. Zum anderen organisiert TA-SWISS Mitwirkungsverfahren, um die Einschätzungen, Hoffnungen und Befürchtungen der Öffentlichkeit im Hinblick auf bestimmte Technologien zu erfahren.

 

3 thematische Schwerpunkte Eurer Arbeit:

Life Sciences

Informationsgesellschaft / Digitalisierung

Energie und Mobilität

 

Beschreibt Eure Aktivitäten in zehn Stichworten:

Digitalisierung; Demokratie; Kultur; Künstliche Intelligenz; Genom-Editierung; humanoide Roboter; selbstfahrende Fahrzeuge; Interdisziplinarität; Mitwirkungsverfahren; Politikberatung

Wo würdet Ihr Eure Praxis verorten zwischen den Polen…

TA-SWISS versucht, die Öffentlichkeit frühzeitig in forschungspolitische Entscheidungen einzubinden.

In ihren Studien formuliert TA-SWISS Argumente basierend auf unabhängigen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

TA-SWISS beruht auf einem Team fest angestellter Mitarbeitenden; Mitglieder der beratenden Gremien erhalten Sitzungsgelder.

TA-SWISS untersucht Technologien, die in absehbarer Zeit zur Anwendung finden könnten und entsprechend zeitnah auch grosse Teile der Schweizer Bevölkerung betreffen sowie die Realpolitik beschäftigen dürften.

TA-SWISS existiert seit den frühen 1990er-Jahren und ist mittlerweile in den Medien und auch bei zahlreichen Mitgliedern des nationalen Parlaments bekannt. Die Stiftung wurde bereits oft eingeladen, ihre Ergebnisse vor parlamentarischen Kommissionen vorzustellen.

Die Themen von TA-SWISS werden von einem Leitungsausschuss gesetzt, der aus Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft, NGOs und anderen massgeblichen zivilgesellschaftlichen Gruppierungen besteht.

Welche Aktivitäten habt Ihr als nächstes geplant?

Unter anderem Studien zum Einfluss der Digitalisierung auf Demokratie und Kultur.

Welche zentrale Lernerfahrung habt Ihr in Eurer Arbeit zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft gemacht?

TD: Bereichernd, aber aufwendig!

 

Was ist Euer Geheimtipp für die Arbeit zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft?

Erarbeiten eines gemeinsamen Vokabulars ist unabdingbar (sonst kommt es zu Missverständnissen).

 

Was ist die größte Herausforderung bei Aktivitäten zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft?

Bewährtes aus dem etablierten System zu erhalten und in die neuen Strukturen überführen, ohne diesen von vornherein starre Leitplanken zu setzen.

 

Welche institutionellen und/oder strukturellen Faktoren erschweren Euch die Aktivitäten im Bereich Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft?

Ressourcenknappheit; z.T. auch unterschiedliche Mentalitäten und Diskurse

 

Was sind aus Eurer Sicht blinde Flecken im Diskurs zu Transformativer Wissenschaft?

Oft geht vergessen, dass liberale Demokratien keine Expertokratien sind bzw. keine solchen sein sollten; es gilt bei allem Enthusiasmus für Transformation (gerade in Krisenzeiten!) nicht den Primat des Handelns über alles zu stellen und dabei die Demokratie zu vergessen.

Stand: August 2020

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