Bürger schaffen Wissen

Wissenschaft im Dialog gGmbH
Museum für Naturkunde Berlin

Copyright: Karo Krämer/WiD

Ort: Berlin

Seit: 2013

Bis: 2022

Aktiv in: Forschung; Wissenschaftskommunikation; Netzwerke aufbauen; Prozessgestaltung; akademisches Publizieren; Capacity Building; Strategieentwicklung

Website

Das übergeordnete Ziel Eurer Arbeit:

a) Zentrale Plattform für Präsentation, Vernetzung und Unterstützung von Citizen-Science-Projekten in Deutschland

b) Strategische Weiterentwicklung von Citizen Science in Deutschland

c) Wissenschaftliche Begleitung von Citizen Science in Deutschland

 

Beschreibt in bis zu 100 Worten, wer Ihr seid und was Ihr macht:

Bürger schaffen Wissen ist die zentrale Plattform für Citizen Science in Deutschland und präsentiert, vernetzt und unterstützt seit November 2013 Citizen-Science-Projekte. Wir als Team von Bürger schaffen Wissen verstehen es als unsere Aufgabe, die Bürger*innenforschung in Deutschland weiterzuentwickeln, bekannter zu machen und über Projekte zum Mitforschen zu informieren. Die Zusammenarbeit von Wissenschaftsinstitutionen und Bürger*innen unter dem Begriff Citizen Science hat in den letzten Jahren eine große Entwicklung erfahren. Im Zuge dessen spielen Themen wie die Weiterentwicklung von Qualitätskriterien oder die Frage der Wirkung von Citizen Science im Jahr 2020 eine große Rolle für uns und alle Citizen-Science-Akteur*innen.

 

3 thematische Schwerpunkte Eurer Arbeit:

Förderung von Partizipation in Forschung und Wissenschaft

Capacity Building und Beratung im Bereich Citizen Science

Kommunikation über Citizen Science

 

Beschreibt Eure Aktivitäten in zehn Stichworten:

Citizen Science; Qualitätssicherung; Netzwerkaufbau; Capacity Building; Projektpräsentation; Beratung; Kommunikation; Forschung; Evaluation; Veranstaltungen

Wo würdet Ihr Eure Praxis verorten zwischen den Polen…

Möglichkeiten zur Partizipation in Forschung und Wissenschaft sollten der ganzen Gesellschaft offenstehen, noch ist das aber nicht so.

Citizen Science kann beides sein, aktuell sind die Projekte auf unserer Plattform aber häufig von professionellen Wissenschaftler*innen initiiert/ geleitet.

Während Teilnehmer*innen in Citizen Science meist Freiwillige sind, werden Projekte oft von institutionell angebundenen hauptamtlichen Wissenschaftler*innen durchgeführt. Auch wir von Bürger schaffen Wissen sind angestellt und werden für unsere Arbeit bezahlt.

Das Konzept Citizen Science erhält immer mehr Einzug in Lehre, Forschung & Politik.

Der Etablierungs- und Professionalisierungsprozess ist noch nicht abgeschlossen, aber in den letzten 5-10 Jahren hat es deutliche Entwicklungen gegeben.

Unser Ziel ist es in einer gesetzten Struktur transparent und offen zu arbeiten, Partizipation und Mitgestaltung zu fördern und möglichst vielfältige Perspektiven einzubeziehen.

Mit welcher Eurer Aktivitäten aus der letzten Zeit seid Ihr besonders zufrieden und warum?

Wir freuen uns über die positive Entwicklung der Netzwerkveranstaltung Forum Citizen Science, die über die Jahre stark gewachsen ist und mehr Zulauf erfährt (zum Beispiel ablesbar an den Beiträgen über den Call for proposals, die Teilnehmenden-Zahl, die Resonanz im Nachgang der Veranstaltung).

Außerdem finden wir es sehr bereichernd, dass aus der Community heraus Arbeitsgruppen entstanden sind, die sich mit verschiedenen relevanten Themen der Citizen Science intensiver beschäftigen und denen wir einen Rahmen und eine Plattform für ihre Arbeit bieten können.

 

Welche Aktivitäten habt Ihr als nächstes geplant?

Neue Themen- und Trainingsworkshops organisieren

Das nächste Forum Citizen Science veranstalten

Qualitätssicherung und Projektaufnahme weiterentwickeln

Forschungsergebnisse der Citizen-Science-Projekte weiter in den Fokus rücken

 

Zu welchem Thema würdet Ihr gerne arbeiten oder aktiv werden, wenn Ihr keinen praktischen Einschränkungen (z.B. Finanzierung, Zeit) unterläget?

Übergeordnet Citizen Science stärker im Diskurs anderer Forschungsansätze einordnen.

Die Seite der teilnehmenden Bürgerforschenden und ihrer Bedarfe & Wünsche stärker in den Fokus rücken, im Moment richten sich unsere Angebote vor allem an Projektinitiator*innen und Multiplikator*innen.

 

Welche zentrale Lernerfahrung habt Ihr in Eurer Arbeit zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft gemacht?

Aus persönlicher Sicht: Egal wie sehr man den Forschungsprozess designt, um TD zu implementieren und TW zu erreichen, man darf die individuelle Ebene der am Prozess Beteiligten bei der Analyse und Reflexion des Prozesses nicht vernachlässigen, um Erkenntnisse über das tatsächlichen Erleben und Gelingen oder Misslingen von TD und TW zu gewinnen.

 

Was ist Euer Geheimtipp für die Arbeit zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft?

Es gibt keinen Geheimtipp. Oder es hat ihn uns noch niemand verraten.

 

Was ist die größte Herausforderung bei Aktivitäten zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft?

Nachhaltigkeit – Kurze Projektlaufzeiten, befristete Verträge, viel Fluktuation unter Stakeholder*innen, aufgebaute Netzwerke werden häufig durch persönliche Beziehungen aufrecht erhalten und zu viel Wechsel erschwert nachhaltige Transformation.

 

Welche institutionellen und/oder strukturellen Faktoren erschweren Euch die Aktivitäten im Bereich Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft?

siehe vorherige Frage

Stand: August 2020

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