Initiative Psychologie im Umweltschutz (IPU) Schweiz

Diskussionsrunde beim IPU-Kongress 2019

Ort: Schweiz

Seit: 2006

Bis:

Aktiv in: Lehre; Wissenschaftskommunikation; Netzwerke aufbauen

Website

Das übergeordnete Ziel Eurer Arbeit:

Fokus auf den Menschen legen bezüglich des Umweltschutzes

 

Beschreibt in bis zu 100 Worten, wer Ihr seid und was Ihr macht:

Die Initiative Psychologie im Umweltschutz, oder kurz IPU Schweiz, ist ein politisch und konfessionell neutraler Verein. Wir verstehen uns als Netzwerk, mit dessen Hilfe die Umweltpsychologie einem breiteren Publikum bekannt gemacht und so besser nutzbar gemacht werden soll. Nach aussen hin wird insbesondere durch Kongresse und Publikationen Öffentlichkeitsarbeit für die Umweltpsychologie geleistet. Gegen innen bietet die IPU eine Plattform zur Vernetzung und Weiterbildung für an der Thematik Interessierte.

 

3 thematische Schwerpunkte Eurer Arbeit:

Networking

Vorträge zur Umweltpsychologie organisieren

Zugang zu Wissen über die Umweltpsychologie verschaffen

 

Beschreibt Eure Aktivitäten in zehn Stichworten:

Networking; Wissenserweiterung; Veränderung des Fokus; Austausch; Denkanstoss; Spass; Diskussion; Verständniserweiterung; Perspektivenwechsel; Unterstützung

Wo würdet Ihr Eure Praxis verorten zwischen den Polen…

Es handelt sich nicht um eine Nische, da es viele Organisationen gibt, welche für Networking da sind.

Wir versuchen ebenso Menschen zu einem aktiveren Lebensstil zu motivieren, jedoch darf dabei die Wissenschaft nicht aus dem Fokus rücken. Ich finde, dass die Verbindung der beiden sehr wichtig ist.

Wir arbeiten alle freiwillig für die IPU.

Da viel auf der Psychologie basiert, geht es um eine Realpolitik. Bei der Politik zum Umweltschutz werden menschliche Grundzüge oftmals zu sehr vergessen, obwohl diese Realität sind. Dies ist unser Ziel, dass diese ebenso beachtet werden.

Da es auch in Deutschland die IPU gibt und es unsere Organisation schon seit 2006 gibt, würde ich uns eher als etabliert einstufen.

Unser Ansatz ist, viel mehr mit der Gemeinschaft zusammenzuarbeiten und nicht diese von oben her zu leiten.

Mit welcher Eurer Aktivitäten aus der letzten Zeit seid Ihr besonders zufrieden und warum?

Mit dem Kongress im März 2019 sind wir besonders zufrieden, weil dieser auf grosse Resonanz und Interesse gestossen ist. Dann haben wir angefangen, Studierende zu informieren, um was es in der Umweltpsychologie geht und wie ein solcher Beruf aussehen könnte.

 

Welche Aktivitäten habt Ihr als nächstes geplant?

Als nächstes wollten wir eigentlich weitere Vortragsreihen zum Berufsfeld Umweltpsychologie organisieren, sowie Vorträge in Gymnasien halten. Dann haben wir eine Umgestaltung der IPU geplant, damit das Berufsfeld der Psychotherapie ebenso mehr vom Angebot der IPU profitieren kann.

 

Zu welchem Thema würdet Ihr gerne arbeiten oder aktiv werden, wenn Ihr keinen praktischen Einschränkungen (z.B. Finanzierung, Zeit) unterläget?

Den Menschen bewusst machen, wie wichtig intrinsische Motivation für den Umweltschutz ist und wie viel man mit ganz wenig bewirken könnte.

Welche zentrale Lernerfahrung habt Ihr in Eurer Arbeit zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft gemacht?

In gebildeten Kreisen mit der Wissenschaft argumentieren, um eine Veränderung anzustossen, sehe ich als einfacher an, als in ungebildeteren Kreisen. Dort leidet die Wissenschaft sehr an Glaubwürdigkeit.

 

Was ist Euer Geheimtipp für die Arbeit zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft?

Einfache Prozesse probieren zu verändern. Der Mensch mag keine Veränderungen, deshalb lieber klein ansetzen.

 

Was ist die größte Herausforderung bei Aktivitäten zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft?

Dass der Mensch keine Veränderungen mag und passiv durchs Leben geht. Wissenschaft fordert Aktivität und Auseinandersetzung mit der Thematik sowie einen Grundsatz an Wissen. Etwas umzusetzen, was erstens viele Menschen nicht verstehen und zweitens gar nicht unbedingt umsetzen wollen, ist praktisch unmöglich.

 

Was sind aus Eurer Sicht blinde Flecken im Diskurs zu Transformativer Wissenschaft?

Der faule Mensch.

Stand: Juni 2020

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen
German
English German