Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel (KAT)

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Wandelwirken e.V.

Ort: Karlsruhe

Seit: 2012

Bis:

Aktiv in: Forschung; Lehre; Netzwerke aufbauen; Prozessgestaltung; akademisches Publizieren

Website 1

Website 2

Das übergeordnete Ziel Eurer Arbeit:

Wir wollen aktiv Beiträge aus Forschung und Praxis für eine gesellschaftliche Transformation hin zu Kultur(en) der Nachhaltigkeit leisten. Das Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel ist eine Institution des Wandels. Es bietet Räume und Gelegenheiten, kooperativ Wege aus nicht-nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweisen und Strukturen experimentell zu erschließen, um individuell und gesellschaftlich Nachhaltigkeit zu erlernen. Eine zentrale Methode ist der Transformations- und Forschungansatz von Reallaboren.

 

Beschreibt in bis zu 100 Worten, wer Ihr seid und was Ihr macht:

Das Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel ist eine Institution des Wandels. Es bietet Räume und Gelegenheiten, kooperativ Wege aus nicht-nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweisen und Strukturen experimentell zu erschließen, um individuell und gesellschaftlich Nachhaltigkeit zu erlernen. Wir schaffen Orte der Nachhaltigkeit und sind damit Anlaufstelle, Heimat oder Partner für all jene, die den Weg in eine nachhaltige Zukunft wirklich gehen wollen. In unserer Arbeitsweise und Selbstverständnis wollen wir dabei authentisches Vorbild und Vorreiter einer Kultur der Nachhaltigkeit sein. Wir streben eine Welt an, in der Kulturen der Nachhaltigkeit getragen von inter- und intragenerationeller Gerechtigkeit, Gemeinwohlorientierung, Umweltfreundlichkeit, Gemeinschaftlichkeit, Toleranz, Resonanz, Verbundenheit und Friedfertigkeit die Normalität sind. Wir schaffen inter- und transdisziplinär Handlungs- und Orientierungswissen für die Große Transformation und liefern gleichzeitig konkrete, praktische Beiträge hierfür. Konsistenz, Effizienz und Suffizienz sehen wir dabei als essenzielle und nicht gegeneinander austauschbare Strategien an. Mit dem Karlsruher Transformationszentrum wird eines der weltweit ersten Reallabore institutionalisiert und auf Dauer gestellt sowie um wesentliche Bereiche (Bildung, Grundlagenforschung und Beratung) ergänzt, um so synergetisch Wandlungsprozesse langfristig begleiten zu können, vor allem aber um Nachhaltige Entwicklung als beständige und essenzielle Gemeinschaftsaufgabe aller gesellschaftlichen Bereiche wahrzunehmen und zu organisieren. Das Karlsruher Transformationszentrum ist eine Kooperation des Vereins Wandelwirken und dem Karlsruher Institut für Technologie (Forschungsgruppe Nachhaltigekeit und gesellschaftliche Transformation).

 

3 thematische Schwerpunkte Eurer Arbeit:

Gesellschaftliche Entwicklung hin zu Kulturen der Nachhaltigkeit.

Das Ausprobieren als Brücke zwischen Wissen und Handeln (Selbstexperimente und Reallabore).

Das Bilden von Netzwerken unterschiedlicher Akteur*innen, um gemeinsam gesellschaftliche Transformation zu gestalten.

 

Beschreibt Eure Aktivitäten in zehn Stichworten:

Transformative Wissenschaft; Nachhaltige Entwicklung; Reallabore; Selbstexperimente; Bildung für nachhaltige Entwicklung; Kulturwandel; personale Nachhaltigkeit; Netzwerkbildung; naturnahes Gärtnern und Urban Gardening; Ästhetik der Transformation

Wo würdet Ihr Eure Praxis verorten zwischen den Polen…

Wir arbeiten in unserer Praxis viel mit „Pionier*innen des Wandels“ zusammen, oder agieren selbst als solche. Zugleich soll das dortige Transformationswissen in die gesellschaftliche Breite, allerdings ist unser Ansatz einer Kultur der Nachhaltigkeit mehr Neuentwurf als Gegenentwurf.

Wir entstammen weitgehend dem Wissenschaftssystem, haben hierin aber ein sehr transformatives Verständnis und sind selber Aktivitäten gegenüber sehr zugeneigt.

Im Kernteam sind alle derzeit angestellte Mitarbeitenden am Karlsruher Institut für Technologie. Viele Praxispartner*innen und auch wir selber (ab jetzt institutionalisiert über den Verein Wandelwirken) sind allerdings ehrenamtlich am wirken.

Wir versuchen visionäre, aber eben durchaus auch zu realisierende Kultur(en) der Nachhaltigkeit zu gestalten und zu etablieren.

Wir sind einerseits etabliert im Bereich von Nachhaltigkeitsforschung und transformativer Forschung insbesondere bei dem Format Reallabore, anderseits sind wir im Wissenschaftssystem und in der Stadt- und Regionalentwicklung noch ungewohnt und z.T. überraschende neue Akteure.

Wir versuchen immer auch (politisch, wirtschaftliche, wissenschaftspolitisch) Entscheider*innen mit in die Prozesse ein zubinden, trotzdem haben unsere Interventionen und Aktionen zumeist eher das Momentum in der Zivilgesellschaft.

Mit welcher Eurer Aktivitäten aus der letzten Zeit seid Ihr besonders zufrieden und warum?

Der Entwicklung und Umsetzung des „Quartier Zukunft – Labor Stadt“ und dessen Fortführung in Form des „Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel“.

 

Welche Aktivitäten habt Ihr als nächstes geplant?

Die Institutionalisierung des „Karlsruher Transformationszentrums für Nachhaltigkeit und Kulturwandel“ und der verstärkten Umsetzung all der facettenreichen Handlungsfelder (Aktion und Innovation, Experimentierraum, Forschung, Beratung, Verständigung und Vernetzung, Reflexion und Kontemplation). Im Kern gehört hierzu auch ein langfristig ausgelegtes Reallabor Karlsruhe, das sich auf den gesamten Stadtraum und Umland bezieht, gemeinsam mit der Kommune und vielseitigen Akteur*innen zu gestalten.

Stand: Mai 2020

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