MA Transformationsstudien

Europa-Universität Flensburg

Ort: Flensburg

Seit: 2017

Bis:

Aktiv in: Lehre; Netzwerke aufbauen

Website

Das übergeordnete Ziel Eurer Arbeit:

Den Wandel studieren.

 

Beschreibt in bis zu 100 Worten, wer Ihr seid und was Ihr macht:

Erderwärmung. Zunehmende Umweltverschmutzung. Artensterben. Ressourcenverknappung. Steigende soziale Ungleichheit. Immer mehr sozial-ökologische Krisen machen deutlich, dass das derzeitige Wirtschafts- und Kulturmodell weder zukunftsfähig noch gerecht ist. Die Folgen von Klimawandel und Co. sind nicht nur im Globalen Norden zu spüren. Sie belasten vor allem Gesellschaften im Globalen Süden, die am geringsten zu diesen Problemen beigetragen haben. Weltweit nimmt die soziale Ungleichheit innerhalb von Gesellschaften zu. Gegenwartsgesellschaften geraten zunehmend unter Druck – ökonomisch, ökologisch, sozial und politisch. Vor diesem Hintergrund ist nicht die Frage, ob sich eine Transformation moderner Gesellschaften vollziehen wird, sondern vielmehr, ob sie stärker von den Verhältnissen erzwungen wird oder im Rahmen gewisser zivilisatorischer Standards gestaltbar ist. Kurz, ob Transformation by design or by disaster erfolgt. Doch wie ist es möglich, moderne Gesellschaften zu transformieren? Fest steht: Ein solch umfassender Wandlungsprozess erfordert weit mehr als technologische Veränderungen. Auch ökonomisch, institutionell und kulturell müssen sich Gesellschaften wandeln. Im Master-Studiengang Transformationsstudien kann man diesen Wandel studieren. Theoriegeleitet und zugleich praxisnah werden die Möglichkeiten, Herausforderungen und Grenzen gesellschaftlicher Veränderung unter dem Leitbild der Zukunftsfähigkeit analysiert und kritisch diskutiert.

 

3 thematische Schwerpunkte Eurer Arbeit:

Das Studienprogramm folgt einem Dreischritt aus Gegenwarts-, Vergangenheits- und Zukunftsanalysen in Bezug auf die vielfältigen und komplexen Beziehungen zwischen Natur und Gesellschaft.

Begleitet wird das Studienprogramm von einer breit gefächerten Methodenausbildung: Unterrichtet werden qualitative und quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung sowie transdisziplinäre und partizipative Ansätze.

Inter- und transdisziplinäres Studienprogramm: Will man analysieren und reflektieren, wie etwa Klimawandel und soziale Ungleichheit, Ressourcenkonflikte und Finanzmarktkrisen, wachsender Naturverbrauch und Kapitalismus zusammenhängen, so reichen die theoretischen und methodischen Wissensbestände eines Fachs nicht aus. Dementsprechend sind zahlreiche Disziplinen am Studienprogramm beteiligt: Soziologie, Ökologie, Ökonomie, Geographie, Philosophie, Germanistik, Kunst, Erziehungswissenschaften und Medienwissenschaft.

 

Beschreibt Eure Aktivitäten in zehn Stichworten:

Transformationsstudien; Transformationsforschung; Nachhaltigkeitsforschung; sozial-ökologische Krisen und Konflikte; Wandel gesellschaftlicher Naturverhältnisse; Postwachstumsgesellschaften; inter- und transdisziplinärer Studiengang; forschendes Lernen; qualitative Sozialforschung; Transformationsdesign

Wo würdet Ihr Eure Praxis verorten zwischen den Polen…

Im MA Transformationsstudien spielt die Analyse von Nischenaktivitäten und kleinen sozial-ökologischen Initiativen ebenso eine Rolle wie die Betrachtung gesamtgesellschaftlicher Gegenentwürfe.

Im Fokus steht die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit sozial-ökologischen Krisen und Konflikten, ihren Folgen und verschiedenen Entwicklungsmöglichkeiten in der Zukunft: Theoriegeleitet und zugleich praxisnah werden die Möglichkeiten, Herausforderungen und Grenzen gesellschaftlicher Veränderung unter dem Leitbild der Zukunftsfähigkeit analysiert und kritisch diskutiert. Praxismodule bieten den Raum, eigene Projekte in die Tat umzusetzen.

Der Studiengang ist als Vollzeitstudium angelegt. Daneben beleibt selbstverständlich genügend Raum für ehrenamtliche Aktivitäten, die die Studierenden vielfältig ausüben.

Die Analyse realpolitischer Bedingungen gehört ebenso zu den Inhalten des Studiengangs wie die Auseinandersetzung mit konkreten Utopien. Es geht sowohl um die Ursachen und Konsequenzen sozial-ökologischer Problemkonstellationen (etwa die Ressourcenverknappung, die zunehmende Urbanisierung, die industrielle Massenproduktion von Lebensmitteln, den Klimawandel…), als auch darum, welche Varianten der Zukunft gegenwärtig in Wissenschaft und Gesellschaft diskutiert und welche Lösungen für sozial-ökologische Krisen vorgeschlagen werden.

Der Studiengang existiert erst seit 2017 und ist mit seinem innovativen Studienprogramm eine „Newcomer*in“ unter den Studiengängen.

Ziel des Studienprogramms ist es, einen Dialog zwischen Studierenden und Lehrenden zu eröffnen über die Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung sozialer Transformationen unter dem Leitbild der Zukunftsfähigkeit. Insofern funktioniert der Studiengang sowohl top-down als auch bottom-up. Es entwickelt sich ein kontinuierliches Gespräch, aus dem hoffentlich sowohl neue Erkenntnisse für alle Beteiligten als auch praxisrelevantes Wissen hervorgehen. Mit Blick auf die Universität, auf sozial-ökologische Akteur*innen in der Stadt Flensburg sowie darüber hinaus sind ebenfalls beide Richtungen im Studiengang integriert: Immer wieder besuchen Gäste aus unterschiedlichen Bereichen gesellschaftlicher Transformation die Kurse (NGO, Wirtschaftsunternehmen, Verwaltung, Politik, Vereine, Initiativen, Gewerkschaften) und die Studierenden wirken in vielfältigen eigenen Projekten in die Stadt hinein.

Welche zentrale Lernerfahrung habt Ihr in Eurer Arbeit zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft gemacht?

Sehr bereichernd! Hat spezifische Herausforderungen und bedarf eines regelmäßigen Raumes zur Reflexion und zum Austausch.

Stand: Mai 2020

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