netzwerk n e.V.

netzwerk n e.V. – Netzwerk von studentischen Nachhaltigkeitsinitiativen

Orte: Berlin, deutschlandweit, international

Seit: 2012

Bis:

Aktiv in: Lehre; Wissenschaftskommunikation; Netzwerke aufbauen; Prozessgestaltung; Lobbying; Empowerment

Website

Das übergeordnete Ziel Eurer Arbeit:

Durch studentische Beteiligung Nachhaltigkeit und Klimaschutz an Hochschulen stärken – in Lehre, Forschung, Betrieb, Governance und Transfer

 

Beschreibt in bis zu 100 Worten, wer Ihr seid und was Ihr macht:

Wir bringen Nachhaltigkeit und Klimaschutz an die Hochschulen – in Lehre, Forschung, Betrieb, Governance und Transfer. Wir verbinden Menschen verschiedener Statusgruppen, vermitteln Wissen, kommunizieren Beispiele des Gelingens, setzen kreative Impulse und motivieren zum gemeinsamen, leidenschaftlichen Handeln für ein Hochschul- und Wissenschaftssystem, das Nachhaltigkeit ernst nimmt und Verantwortung für eine zukunftsfähige Gesellschaft übernimmt.

 

3 thematische Schwerpunkte Eurer Arbeit:

Think Tank (politische- & Lobbyarbeit; Öffentlichkeitsarbeit & Kampagnen; Partizipation in Jugendbeteiligung, an Hochschulen, in Gesellschaft; Forschung)

Skills for Change (Coaching & Weiterbildung; Methoden vermitteln & Akteur*innen zusammenbringen; neue, ergänzende Methoden; digitale Vernetzungsstruktur)

Nachhaltigkeitsinhalte vermitteln (BNE & SDGs an Hochschulen; konkrete Inhalte (z.B. nachhaltige Mensa); digitale, nachhaltige Hochschulen; Klimagerechtigkeit)

 

Beschreibt Eure Aktivitäten in zehn Stichworten:

Studentische Partizipation; Whole-Institution-Approach; Hochschultransformation; Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE); statusgruppenübergreifend; regionale und internationale Vernetzung; Good-Practice-Sammlung; plattform n – digital nachhaltig vernetzt; peer-to-peer Coaching; Methoden für den Wandel

Wo würdet Ihr Eure Praxis verorten zwischen den Polen…

Das Wissenschafts- und Hochschulsystem und dessen Angehörige sind ein wichtiger und zentraler Teil der Gesellschaft – und diese wollen wir letztendlich verändern. Trotzdem ist uns klar, dass Hochschulen nur ein Ausschnitt und ein sehr spezieller gesellschaftlicher Kontext sind.

Wir sind Aktivist*innen im und des Wissenschaftssystem(s), wir haben das Ziel, das Wissenschaftssystem nachhaltig, bottom-up und zukunftsfähig zu verändern. Dazu braucht es beides!

Die Basis und das Herz unseres Vereins und unserer Projekte ist das Ehrenamt zumeist studentischer Akteur*innen an den Hochschulen in Deutschland, aber ohne die vielen Hauptamtlichen würde das Engagement nie diese Reichweite und überregionale Relevanz erlangen können – es kommt beides zusammen.

Mit utopischem Denken und realpolitischem Handeln kleine Schritte auf dem Weg hin zu einer offenen nachhaltigen Zukunft gestalten.

Das netzwerk n gibt es seit 2012 – nicht all zu lange im Vergleich zu jahrhundertealten Institutionen -, aber man kennt uns, fragt uns, lädt uns ein und wir mischen uns ein. Und strengen uns an, dass das noch mehr wird!

Auf jeden Fall: bottom-up!

Mit welcher Eurer Aktivitäten aus der letzten Zeit seid Ihr besonders zufrieden und warum?

Nachhaltigkeit an Hochschulen in die Breite tragen und vor Ort verankern: immer mehr regionale studentische Nachhaltigkeitsnetzwerke werden gegründet und vernetzen aktive Studierende aus einer Region hochschulübergreifend.

 

Welche Aktivitäten habt Ihr als nächstes geplant?

Digitale Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) und Nachhaltigkeitstransformation an Hochschulen stärken durch Webinare, partizipative Beteiligungs- und Diskussionsformate, digitale Selbstwirksamkeit und eine kritische Stimme im Digitalisierungsdiskurs in der Wissenschaft.

 

Zu welchem Thema würdet Ihr gerne arbeiten oder aktiv werden, wenn Ihr keinen praktischen Einschränkungen (z.B. Finanzierung, Zeit) unterläget?

Transfer der Themen, Fragen, des Engagements und der Ziele von Nachhaltigkeit auf allen Handlungsebenen von, mit und in die Gesellschaft

Welche zentrale Lernerfahrung habt Ihr in Eurer Arbeit zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft gemacht?

1) TW und TD sind innerhalb unserer Arbeit gängige Konzepte, auf die sich laufend aus allen Richtungen bezogen wird, die aber in ihrer konkreten Bedeutung und Ausgestaltung sehr unterschiedlich und teilweise widersprüchlich ausgelegt werden – das erschwert die konstruktive und kritische Diskussion und Zusammenarbeit teilweise sehr.

2) Das Verhältnis und die Konfliktlinien von TW und Wissenschaftsfreiheit in ihren verschiedenen Facetten ausdefinieren und gute Begründungen für die Harmonie der beiden Prinzipien ausbuchstabieren.

 

Was ist Euer Geheimtipp für die Arbeit zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft?

Durch Methodenkompetenz unterschiedliche Gruppen wirklich in Kontakt miteinander bringen. Das (gemeinsame) Ziel der Nachhaltigkeitstransformation nicht aus den Augen verlieren und sich nicht vom klein-klein verschlucken lassen.

 

Was ist die größte Herausforderung bei Aktivitäten zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft?

– Normativität häufig als Schlagwort verwendet, aber fehlende Auseinandersetzung damit, was das in der Forschungspraxis bedeutet (unterschiedlich in Sozial- und Naturwissenschaften)

– unterschiedliche Verständnisse

– fehlende Methoden- und Moderationskompetenzen und Offenheit der Akteur*innen für innovative Methoden

– TW und TD häufig nur add-on und nice-to-have

 

Welche institutionellen und/oder strukturellen Faktoren erschweren Euch die Aktivitäten im Bereich Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft?

– fehlende Förderung für Forschungs- sowie Transformationsprojekte

– fehlende Offenheit der Akteur*innen

– fehlende Karriereoptionen (abhängig von Fachkultur, Standort und Karrierelevel)

 

Was sind aus Eurer Sicht blinde Flecken im Diskurs zu Transformativer Wissenschaft?

– Macht- und Ungleichheitsfragen reflektieren

– Unterschiedlichkeit der Gerechtigkeitsvorstellungen reflektiert in Zukunftsszenarien einbeziehen

Stand: April 2020

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