PlastX - Kunststoffe als systemisches Risiko für sozial-ökologische Versorgungssysteme

Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE)

Ort: Frankfurt am Main

Seit: 2016

Bis: 2021

Aktiv in: Lehre; Forschung; Wissenschaftskommunikation; Netzwerke aufbauen; akademisches Publizieren

Website

Das übergeordnete Ziel Eurer Arbeit:

Lösungen für die Plastikkrise erarbeiten

 

Beschreibt in bis zu 100 Worten, wer Ihr seid und was Ihr macht:

Wir sind eine inter- und transdisziplinär arbeitende Forschungsgruppe mit insgesamt sechs Wissenschaftler*innen aus Natur- und Sozialwissenschaften. Gemeinsam arbeiten wir an Lösungswegen für die globale Plastikkrise. In unserer Forschung nehmen wir einen ganzheitlichen Blick auf die Problematik ein und untersuchen die Auswirkungen von Plastikprodukten auf die Umwelt, Strategien zur Bekämpfung von Meeresmüll, die Eignung alternativer, abbaubarer Kunststoffmaterialien sowie Reduktionsmöglichkeiten von Kunststoffverpackungen im Lebensmittelhandel.

 

3 thematische Schwerpunkte Eurer Arbeit:

Kunststoffe als systemisches Risiko; Risikowahrnehmung, -bewertung und –kommunikation

Verwendung und Entsorgung von Kunststoffen, Vermeidungsstrategien

Bewertung der Umweltauswirkungen von Kunststoffen

 

Beschreibt Eure Aktivitäten in zehn Stichworten:

Analyse wissenschaftlicher Literatur; ökotoxikologische Laborexperimente; Polymersynthese; qualitative Interviews; quantitative Befragungen; teilnehmende Beobachtung; Teilnahme an Tagungen; wissenschaftlich publizieren; Wissenschaftskommunikation; Politikberatung

Wo würdet Ihr Eure Praxis verorten zwischen den Polen…

Wir haben einen ganzheitlichen Blick auf das Thema, bearbeiten daher keine Nische. Allerdings lässt sich aufgrund der komplexen Problemlage kein gesamtgesellschaftlicher Gegenentwurf erarbeiten, sondern nur viele unterschiedliche Lösungen.

Wir forschen angewandt mit Blick auf die Praxis.

Zwar führen wir das Projekt im Hauptamt durch, die Arbeit am Thema erfordert allerdings immer wieder auch ehrenamtlichen Einsatz.

Wir wollen mit unserer Forschung anwendbare Lösungen aufzeigen.

Unser Institut ist ein etabliertes Institut auf dem Gebiet der Nachhaltigkeitsforschung, unser Team besteht aus Newcomer*innen auf dem Themengebiet.

Sowohl als auch – wir erarbeiten gemeinsam mit Akteur*innen aus der Praxis Lösungen, schlagen allerdings auch Lösungen auf politischer Ebene (Gesetze) vor.

Mit welcher Eurer Aktivitäten aus der letzten Zeit seid Ihr besonders zufrieden und warum?

Wir konnten aus unseren guten wissenschaftlichen Ergebnissen der letzten Jahre Kernbotschaften formulieren und verständlich für die Kommunikation in die Öffentlichkeit aufbereiten.

 

Welche Aktivitäten habt Ihr als nächstes geplant?

Projektabschlusstreffen

 

Zu welchem Thema würdet Ihr gerne arbeiten oder aktiv werden, wenn Ihr keinen praktischen Einschränkungen (z.B. Finanzierung, Zeit) unterläget?

Wir würden gerne das Thema weiter bearbeiten, da noch sehr viele Fragen unbeantwortet sind.

Welche zentrale Lernerfahrung habt Ihr in Eurer Arbeit zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft gemacht?

Die Einbindung der Praxis bei gleichzeitiger wissenschaftlicher Qualifikation ist und bleibt ein sehr großer Spagat.

 

Was ist Euer Geheimtipp für die Arbeit zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft?

Es ist empfehlenswert, sich zu fokussieren und ein realistisches Ziel zu setzen, das gut zu bearbeiten ist, und nicht zu viele unterschiedliche Akteur*innen gleichzeitig einzubinden.

 

Was ist die größte Herausforderung bei Aktivitäten zu Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft?

Herausfordernd ist die Einbindung der Akteur*innen, den Interessen gerecht zu werden, die unterschiedlichen Zielvorstellungen zu managen und gleichzeitig Veränderung zu erreichen.

 

Welche institutionellen und/oder strukturellen Faktoren erschweren Euch die Aktivitäten im Bereich Transdisziplinarität/Transformativer Wissenschaft?

Die disziplinäre Ausrichtung der Universitäten und die darin ablaufende wissenschaftliche Qualifikation.

 

Was sind aus Eurer Sicht blinde Flecken im Diskurs zu Transformativer Wissenschaft?

Fehlende Akzeptanz in der disziplinären (und nicht anwendungsorientierten) Wissenschaftslandschaft

Stand: September 2020

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